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Steuern und Finanzen
10.07.2003
Finanzwissenschaftler warnt: „Revitalisierung der Gewerbesteuer sinnlos“

Die Ausweitung der Gewerbesteuer auf Freiberufler hält der frühere Wirtschaftsweise Rolf Peffekoven, Finanzwissenschaftler an der Universität Mainz, für falsch. Statt die Gewerbesteuer abzuschaffen und durch eine lokale Wertschöpfungssteuer zu ersetzen, werde nun die Steuer auch noch ausgeweitet.

„Es macht keinen Sinn, die überkommene Gewerbesteuer mit ein paar kleinen Korrekturen zu revitalisieren. Die Einbeziehung der Freiberufler in die Gewerbesteuerpflicht bringt zudem kaum zusätzliche Einnahmen, da Selbstständige die gezahlte Gewerbesteuer mit ihrer Einkommensteuer verrechnen können“, warnt Peffekoven die Bundesregierung in der WirtschaftsWoche.

„Dieser Verschiebebahnhof führt letztlich dazu, dass insgesamt zwar mehr Gewerbesteuer gezahlt wird, gleichzeitig aber das Aufkommen der Einkommensteuer sinkt. Die eine Steuer wird notdürftig geflickt, indem eine andere wahllos ausgehöhlt wird.“ Der Effekt der geplanten Reform sei ein „noch komplizierteres Finanzgeflecht zwischen den staatlichen Ebenen“.

Dies sei einem ausländischen Investor kaum noch verständlich zu machen. Die Ausweitung der Gewerbesteuer auf Miet- und Pachteinnahmen hält Peffekoven im Prinzip für sinnvoll, warnt aber auch vor negativen Begleiterscheinungen: „Ein Betrieb muss auch dann Gewerbesteuer zahlen, wenn er Verluste macht.“

Quelle: Wirtschaftswoche online

Maria Franck,
Offen, lebendig, nicht ganz üblich
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15.08.2007
 
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