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20.11.2003
Strategische PR als Akquisitionsinstrument

Großes Interesse fand der Vortrag von Michael Treutel von der Csion Gruppe, Bad Homburg am Jour Fix im Hotel Trüffel am letzten Dienstag. Ca 30 Berater hörten der gut strukturierten Präsentation des PR-Profis interessiert zu, der den Beratermarkt zuerst einmal quantitativ darstellte. 14.500 Berater in Deutschland, davon 2.700 allein im Rhein-Main Gebiet, umwerben ca. 2 Mio Entscheider, mit denen 2002 ein Umsatz von 12,7 Mrd. EUR realisiert werden konnte.  

Besonders anspruchsvoll ist die strategische PR für Consulter, deren "Produkte" eher abstrakt und erklärungsbedürftig sind. Auch ist der Markt durch die Vielfalt der angebotenen Beratungsleistungen relativ undurchschaubar.  

Als wichtigstes Akquisitionsinstrument stellte uns Herr Treutel "persönliche Kontakte" und "Weiterempfehlung" vor. Dieses Networking kann von der PR unterstützt, jedoch nicht ersetzt werden.  

Kernpunkt der anschließend engagiert geführten Diskussion war die Notwendigkeit, ein spezifisches strategisches Profil für das Consulting Netzwerk zu finden, eine Positionierung, die von allen mitgetragen wird, ohne sich dabei zu verzetteln. Bevor die Positionierung des Netzwerkes nicht klar ist, sollte man auch nicht mit der PR agieren. Einige Teilnehmer  sehen es als Aufgabe der Wirtschaftförderung, diese Positionierung zu erarbeiten, andere meinen die Positionierung muss aus dem Netzwerk selbst kommen. Der Referent hält den Prozess einer Positionierung für mühseelig und kraftraubend und weist darauf hin, dass dies ein langfristiger Prozess sein wird.  

Die Forderung wurde laut, auf jeden Fall eine klare Verantwortlichkeit für die Positionierung des Netzwerks zu schaffen (Frage des Leads) ==> diese Aufgabe kann nicht über einen demokratischen Prozess gelöst werden, weil dabei zu viele Einzelinteressen aufeinander treffen. Zuvor müsse eine Identifizierung oder Clusterbildung von Consultants im Netzwerk vorangetrieben werden. Über diese einzelnen Cluster der Beratungskompetenzen innerhalb des Netzwerkes könne dann alle 3 bis 4 Monate in der Presse berichtet werden.  

Es wurde der Vorschlag gemacht, alle Kontakte, die zu Journalisten von Netzwerkmitgliedern bestehen, zusammenzutragen und für das Netzwerk nutzbar zu machen. Auch können andere Regionen im Ausland, die Consulting Kompetenz beanspruchen,  als Benchmarks genutzt werden. Am sichersten kann man das Consulting Netzwerk durch ein Alleinstellungsmerkmal deutschlandweit und in der Region bekanntmachen,  wie z. B. dem Consulting Lehrstuhl der EBS.  

Alle am Thema Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, dies in das OPEN SPACE, das am 14.11. im Kurhaus in Wiesbaden stattfindet, einzubringen und weiterzuentwickeln.  

Dieser Beitrag wurde uns von Roswitha Röber von rent a marketing® e. K. zur Verfügung gestellt

Maria Franck,
Offen, lebendig, nicht ganz üblich
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Jour Fixe Wiesbaden,
15.08.2007
 
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