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Medien und Marketing |
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25.11.2003
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Umfrage: Das Internet wird wichtiger als Wirtschaftsmedium |
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Das Internet kommt als „Wirtschaftsmedium“ wieder stärker in Fahrt Fast die Hälfte (45 Prozent) der Internetnutzer informiert sich via Internet über Wirtschaft und Börse. Damit steigt dieser Anteil erstmals seit dem Ende der Internet- und Börseneuphorie in den Jahren 2000/2001 wieder leicht an. Damals gaben rund 60 Prozent der Internetnutzer an, Nachrichten über Wirtschaft und Börse aus dem Internet zu beziehen; in der Folgezeit sank dieser Anteil dann jedoch bis auf 41 Prozent im vergangenen Jahr. Da in den letzten Jahren die Zahl der Internetnutzer auch weiter deutlich gestiegen ist, entsprechen den nun erreichten 45 Prozent absolut mehr Menschen als den höheren Prozentanteilen zu Zeiten des so genannten Internet-Hypes. Gegenwärtig nutzen 56 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren das Internet. Im Dezember 2000 waren es noch lediglich 32 Prozent gewesen. Besonders intensiv wird das Internet für Wirtschaftsinformationen von jenen genutzt, die selbst Online-Banking oder Online-Börsengeschäfte betreiben. Von den "Online-Bankern“ geben 54 Prozent an, Wirtschafts- und Börsennachrichten direkt aus dem Internet zu beziehen. Und bei jenen, die online Aktien kaufen – das sind allerdings nur 14 Prozent der Internetnutzer – liegt dieser Anteil sogar bei 93 Prozent. Bei den 18- bis 24-Jährigen, die über einen Internetzugang verfügen, geben mit 52 Prozent bereits über die Hälfte der Befragten das Internet als Hauptinformationsquelle für wirtschaftliche Themen an. In dieser Altersgruppe rangiert das Internet damit bereits an zweiter Position relativ dicht hinter dem Fernsehen (60 Prozent). Die mit Blick auf Wirtschaftsinformationen bereits heute hohe Nutzung des Netzes in der jüngeren, nachwachsenden Generation deutet darauf hin, dass sich die Mediennutzungs-gewohnheiten in dieser Hinsicht künftig noch stärker in Richtung Internet weiter entwickeln wird.
Auf die Gesamtbevölkerung (ab 18 Jahre) gesehen, liegt das Internet allerdings im Vergleich zu den klassischen Medien noch immer zurück, wenn es um die Beschaffung von Informationen über Wirtschaft, Finanzen und Börse geht. Hauptinformationsquellen zu diesen Themen sind für die meisten Deutschen nach wie vor insbesondere das Fernsehen (75 Prozent) und die Zeitungen (58 Prozent). Das Internet nimmt hier noch nach Radio (27Prozent) und Zeitschriften (25 Prozent) mit 23 Prozent nur den 5.Platz ein. Ein wesentlicher Grund für die nachrangige Bedeutung im Gesamtdurchschnitt liegt darin, dass in der zahlenmäßig sehr starken Altersgruppe der über 60-Jährigen die Nutzung des Internets für die Beschaffung von Wirtschaftsinformationen kaum eine Rolle spielt (6 Prozent). Bezogen auf die 18- bis 59-Jährigen liegt das Internet mit 30 Prozent immerhin bereits auf dem 3. Rang. Und auch in der Gruppe aller Internetnutzer belegt das Online-Medium mit 39 Prozent der Nennungen den dritten Platz, hinter Fernsehen und Zeitungen.
Hohes Wirtschaftsinteresse ist ein Motor der Internetnutzung Wirtschaftsinformationen stoßen bei den Deutschen insgesamt auf breites Interesse. Nach Angaben von 72 Prozent der Befragten ist es für sie "wichtig“ (58 Prozent) oder „sehr wichtig“ (14 prozent) Informationen über allgemeine wirtschaftliche Zusammenhänge zu erhalten. Dabei ist jedoch der Anteil der an Wirtschaftsinformationen sehr stark Interessierten unter den Internetnutzern fast doppelt so groß (17 Prozent) wie bei denen, die keinen Internetzugang haben (9 Prozent). Für „Online-Banker“ und „Online-Broker“ sind Wirtschaftsinformationen besonders wichtig. Unter den „Online-Bankern“ und „Online-Brokern“ interessieren sich für Wirtschaftsinformationen weit höhere Anteile als unter den Internetnutzern insgesamt. Dies gilt nicht nur für allgemeine wirtschaftliche Informationen sondern gerade auch für Börsennachrichten: 91 Prozent von denen, die im Internet Aktien kaufen, halten Informationen über Aktien und Börse für „wichtig“ (52 Prozent) oder „sehr wichtig“ (39 Prozent). Wirtschaftsinteressierte nutzen das Internet intensiver als andere: Zwischen dem Interesse an wirtschaftlichen Informationen und der zeitlichen Dauer der Internetnutzung besteht ein positiver Zusammenhang. Unter den „Vielnutzern“ des Internet (mehr als 30 Stunden pro Woche) ist der Anteil der an Wirtschaft Interessierten wesentlich höher ((sehr)wichtig 91Prozent) als bei den „Wenignutzern“ ((sehr) wichtig 68 Prozent). Motive für das Abrufen von Online-Wirtschaftsinformationen Als besonderer Vorteil des Bezugs von Wirtschaftsinformationen aus dem Internet werden die Aktualität der Informationen (68 Prozent) und der schnelle Zugang (57 Prozent) angesehen. Die Möglichkeit einer gezielten Suche (46 Prozent) sowie die bequeme Informationsbeschaffung (44 Prozent) werden als weitere Gründe genannt. Geringe Kosten (26 Prozent) spielen hingegen aus Sicht der Internetnutzer nur eine untergeordnete Rolle. Die Aktualität der Information wird von den „Online-Bankern“ und „Online-Brokern“ besonders geschätzt; den „Online-Brokern“ ist zudem der „schnelle Zugang“ und die „gezielte Suchmöglichkeit“ noch wichtiger als den anderen Nutzern. Die Kosten der Informationsbeschaffung sind zwar auch bei den „Online-Bankern“ und „Online-Brokern“ kein entscheidendes Kriterium, doch sind diesen Nutzergruppen die Kostenvorteile der Informationsbeschaffung über das Internet offenkundig stärker bewusst als allen anderen. Das Internet führt zu Verdrängungseffekten vor allem bei Fernsehen und Zeitungen Personen, die sehr viel Zeit im Internet verbringen, beziehen in den meisten Fällen ihre Wirtschaftsinformationen überwiegend von dort. Es besteht ein fast linearer Zusammenhang: Je mehr Stunden die Befragten das Internet pro Woche nutzen, desto häufiger geben sie an, dass es für sie die Hauptinformationsquelle für Wirtschaftsinformationen ist. Mit zunehmender zeitlicher Intensität der Internetnutzung sinken hingegen die Anteile jener, die angeben ihre wirtschaftlichen Informationen hauptsächlich aus dem Fernsehen oder aus Zeitungen zu erhalten. Von solchen Verdrängungseffekten weitgehend unberührt bleiben Radio und Zeitschriften, im letzteren Fall liegt sogar eher ein umgekehrter, allerdings statistisch wenig abgesicherter Zusammenhang vor. Durch das Internet für andere Medien hervorgerufene Verdrängungseffekte können auch aus der unmittelbaren Einschätzung der Befragten geschlossen werden: Zumindest ein knappes Drittel (31 Prozent) jener, die sich im Internet über Wirtschaft und Börse informieren, geben an, dass sie, seit sie das tun, andere Medien zu diesem Zweck seltener nutzen. Internet und Online-Banking: Nutzerprofile Methodisch-statistische Anmerkungen zur Umfrage Die Umfrage wurde vom Mannheimer Meinungsforschungsinstitut i p o s im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken Anfang September 2003 durchgeführt. Es wurden 1.510 Personen ab 18 Jahren in Deutschland telefonisch befragt. Die Ergebnisse der Studie sind repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Alle Ergebnisse sind in Prozent angegeben. Bei der Interpretation der Daten muss berücksichtigt werden, dass es sich bei der Auswahl der Befragten um Zufallsstichproben handelt, die anstelle der Gesamtheit untersucht werden. Für die Erhebung ergibt sich folgender Vertrauensbereich: Wenn in der Umfrage bei einer Stichprobengröße von n= 1.500 ein Wert von 50 Prozent ermittelt wird, liegt der wahre Wert in der Gesamtheit aller Wahlberechtigten mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent im Bereich von 47,5 Prozent bis 52, 5 Prozent. Beträgt die Merkmalsausprägung 10 Prozent, so liegt der wahre Wert zwischen 8,5 Prozent und 11,5 Prozent. Insofern müssen geringfügige Unterschiede sehr vorsichtig interpretiert werden. Quelle: wiwo online
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| Maria Franck, |
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| Offen, lebendig, nicht ganz üblich |
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Jour Fixe Wiesbaden,
15.08.2007 |
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