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IT und Systemberatung |
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10.12.2003
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Konsolidierung im CRM-Markt: Bangemachen gilt nicht |
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Der Markteintritt von Microsoft verunsichert die Branche zusätzlich. Dabei bietet die Entwicklung genügend Chancen. Nach Angaben der Trovarit AG, Analyst und Betreiber der Platt-form www.it-matchmaker.com, einem Onlineberatungswerkzeug für die Auswahl und Ausschreibung betrieblicher Software-Lösungen, hat sich im deutschsprachigen Markt die Zahl der Anbieter von Systemen zur Kundenverwaltung bei rund 125 eingependelt.
„Auffallend ist dabei, dass die Zahl der Softwareanbieter nicht mehr so rasant steigt wie in den vergangenen Jahren“, sagt Trovarit-Vorstand Peter Treutlein. „Hingegen waren mehr Abgänge zu beobachten als in der Vergangenheit.“ Den Grund kennt Wolfgang Schwetz, führender CRM-Experte und Inhaber der Unternehmensberatung Schwetz Consulting, aus jahrelanger Marktbeobachtung: „Die Branche befindet sich seit langem auf Konsolidierungskurs“, erklärt er, „das belegen einmal die vielen Firmenübernahmen, mit denen sich vor allem große ERP-Hersteller wie SAP, Peoplesoft, BaaN oder JDE CRM-Kompetenz einkauften. Andererseits belegen Schließungen und Pleiten teilweise auch etablierter CRM-Anbieter die Turbulenzen im Markt.“
Nach Wertung des Branchenkenners werde der Kampf um Marktanteile von vielen Seiten geführt: Alle, auch die globalen Anbieter Oracle und Siebel, hätten nun ihr Herz für den Mittelstand entdeckt, und kämpften mit kleinen und mittelständischen Anbietern um die Gunst der Kunden.
Im Spiel bleiben trotz schwieriger Zeiten
Zu letztgenannten zählt die FrontRange Solutions GmbH, Unterschleißheim. Verglichen mit Branchenriese SAP oder Marktführer Siebel ein David. Mit rund 1,2 Millionen Kunden weltweit sicher ein erfolgreicher Player. Erfolgsrezept: FrontRange bietet seinen Kunden mit der Produktreihe GoldMine eine modular aufgebaute und bedarfsgerecht erweiterbare Lösung. Sie wächst mit dem Unternehmen: Wer zum Beispiel als Ich AG und Einzelplatzanwender startet, kann die Lösung abhängig vom Geschäftserfolg Schritt für Schritt bis zum umfassenden Enterprise-System ausbauen.
Dasselbe Ziel verfolgt mit anderem Ansatz salesforce.com. Mit fast 7.300 Kunden in 110 Ländern ist der bekannteste Anbieter so genannter Hosted Services verhältnismäßig klein. Er schreibt mit seiner Geschäftsidee seit dem zweiten Quartal 2003 schwarze Zahlen: Bei dem Unternehmen mit Europasitz in Dublin kaufen Kunden keine CRM-Software, sondern sie abonnieren den Zugriff auf das Kundenbeziehungsmanagement übers Internet pro Monat und Nutzer. „In Zeiten mit knapp bemessenen Ressourcen ist dies ein Ansatz, da man das Abo auch jederzeit wieder abbestellen kann und nicht Unmengen vorab investieren muss“, sagte Steve Garnett, General Manager EMEA dem Fachblatt e-commerce Magazin.
Trotz der positiven Beispiele bleibt Berater Wolfgang Schwetz skeptisch: „Nach Anstieg der Anzahl mittelständischer CRM-Anbieter bis 2000 auf über 120, erleben wir seither einen moderaten Rückgang auf heute 107 Anbieter. Gegenüber dem Vorjahr schieden knapp ein Viertel der CRM-Hersteller aus. Dafür kamen 20 neue Anbieter hinzu. Microsoft tritt im Dezember in den Markt ein — eine Beruhigung der Branche ist kaum zu erwarten.“
Keine Angst vor Bill Gates
Denn der Konsolidierungstrend geht weiter. Erst Anfang November besiegelte Siebel die Übernahme von Upshot, um ebenfalls in das Segment des CRM zur Miete einzudringen. Für Branchenneuling Microsoft ist das kein Thema. Nach Einschätzung von Jürgen Baier, Director Microsoft Business Solutions Deutschland, ist der Mittelstand noch nicht reif für Mietsoftware. Zwar sei die Lösung technisch dafür prädestiniert, aber heute sei die Nachfrage auf Kundenseite zumindest in Deutschland noch nicht zu spüren, sagte er in einem Gespräch mit der Computer Zeitung. So sind die Redmonder zunächst auf Partnersuche, um die potenzielle Klientel im Mittelstand spezifisch ansprechen zu können. Für FrontRange Marketing Manager Mathias Büttner kein Grund, sich Sorgen zu machen: „Natürlich beobachten wir den Markt genau“, kommentiert er die Entwicklungen, „aber zunächst ist das Microsoft CRM ein Kontaktmanagement-System mit Basisfunktionalitäten.
Gleichzeitig setzt es beim Anwender eine selten vorhandene, hochmoderne Infrastruktur voraus. Mit etablierten Lösungen für den Mittelstand kann Microsoft weder funktional noch preislich mithalten.“ Deshalb sieht er den Wettbewerb mit Microsoft vielmehr positiv: „Von den einhergehenden Marketing-Anstrengungen erwarten wir eine Belebung des Marktes, weil das Thema CRM neue Aufmerksamkeit erfährt. Und entscheiden muss immer noch der Kunde.“
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| Maria Franck, |
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| Offen, lebendig, nicht ganz üblich |
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Jour Fixe Wiesbaden,
15.08.2007 |
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