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Management und Organisation
13.02.2004
Accenture Innovations-Studie zeigt auf: Deutsche Wirtschaft in der Umsetzungsfalle

Viele deutsche Unternehmen wissen zwar, wie sie effizienter und erfolgreicher werden könnten. Sie wissen offenbar auch, wie sie ihre Kunden noch zufriedener stellen und ihre Wertschöpfungskette optimieren könnten. Aber: Sie setzen ihr vorhandenes Know-how nicht um. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB) im Auftrag von Accenture, der Adam Opel AG und dem Initiativkreis Ruhrgebiet.

Die Untersuchung, bei der 211 Vorstände und Führungskräfte sowohl aus dem produzierenden Gewerbe als auch dem Dienstleistungssektor befragt wurden, identifiziert drei wesentliche Kompetenzlücken, die der Umsetzung des vorhandenen Wissens im Wege stehen: einen Mangel an bereichsübergreifendem Denken und Wissen, ein Defizit an Kreativität, sowie fehlende oder falsche Führungs- und Motivationskonzepte.

Folgt man den Einschätzungen der Top-Manager aus den Wirtschaftsregionen Hamburg-Bremen, Berlin, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Stuttgart und München, dann birgt die deutsche Wirtschaft noch erhebliche Reserven. Das Potenzial zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, so eine der Kernaussagen der Studie, ist bei weitem nicht ausgereizt. Von einer Optimierung der Beschaffungsprozesse etwa verspricht sich nahezu jedes dritte Unternehmen eine deutliche Leistungssteigerung sowie eine nachhaltige Verbesserung der Kostensituation. Für den Bereich der Informationstechnologie liegt der Wert mit 35 Prozent noch etwas höher. Und knapp ein Viertel der befragten Wirtschaftsexperten haben bereits konkrete Möglichkeiten identifiziert, die IT-Kosten zu senken.

Die befragten Unternehmen sehen nicht nur erhebliche Rationalisierungs- und Optimierungspotenziale, die meisten von ihnen wissen zudem genau, auf welche Weise sie diese Reserven erschließen können. Das notwendige Wissen zur Verbesserung der eigenen Wirtschaftskraft ist in fast allen Firmen vorhanden. Von einer Wissenslücke kann in Deutschland also ganz offensichtlich nicht gesprochen werden. Zahlreiche Unternehmensbereiche werden sogar als "überanalysiert" gesehen. Das wesentliche Fazit der Studie:"...doch sie wissen, was sie nicht tun".

Einen Mangel stellt die Innovations-Studie vor allem in Bezug auf wichtige methodische, soziale und prozessbezogene Kompetenzen der Unternehmen fest, die für eine Optimierung der Leistungsfähigkeit und der Kostenstrukturen jedoch unerlässlich sind. Als wesentliche Kompetenzlücken wurden ein Mangel an bereichsübergreifendem Wissen und Denken, ein Kreativitätsdefizit sowie fehlende oder falsche Führungs- und Motivationskonzepte identifiziert. In fast einem Viertel der Unternehmen sind die entsprechenden Kompetenzen nach eigener Einschätzung nur ungenügend ausgebildet.

Im Hinblick auf diejenigen Kompetenzen, denen bei der Umsetzung des vorhandenen Wissens zur Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit die höchste Bedeutung zukommt - dazu zählen unter anderem das Management von Veränderungen, Kommunikationsfähigkeit und analytisches Denken - bestehen in den analysierten Wirtschaftsregionen zum Teil deutliche Unterschiede. Im direkten Vergleich schneiden die regionalen Ballungsräume um die beiden Großstädte Stuttgart und München am besten ab.

Die Studie

Die Studie "Ist Wissen wirklich Macht? Die deutsche Wirtschaft in der Umsetzungsfalle" wurde von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB) unter Leitung von Prof. Dr. Dietmar Fink im Auftrag von Accenture, der Adam Opel AG und dem Initiativkreis Ruhrgebiet von Dezember 2003 bis Januaur 2004 erstellt. Im Rahmen der Untersuchung wurden 211 Vorstände und Geschäftsführer aus dem produzierenden Gewerbe und aus Dienstleistungsunternehmen in den Wirtschaftsregionen Hamburg-Bremen, Berlin, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Stuttgart und München telefonisch befragt.

Hier können Sie die Studie herunterladen: http://www.accenture.de/static_pdf/studie_innovationsstandort.pdf
 
Quelle: Newsletter120204 Competence Site

Maria Franck,
Offen, lebendig, nicht ganz üblich
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15.08.2007
 
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