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IT und Systemberatung |
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18.03.2004
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IT-Trends: Homogenisierung und serviceorientierte Architekturen |
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Was derzeit in Unternehmen fehlt, ist immer noch das Geld. Was derzeit zählt, sind daher IT-Projekte mit überschaubaren Kosten und einem schnellen, messbaren Return on Investment (RoI).
Entsprechend gewinnen serviceorientierte Architekturen (SOA), also der Aufbau von IT-Landschaften mittels modularer Einzelkomponenten, die jeweils bestimmte Funktionalitäten enthalten und nur lose miteinander verknüpft sind, zunehmend an Aufmerksamkeit. Von ihnen versprechen sich die IT-Strategen eine steigende Wiederverwertbarkeit von einmal angeschafften IT-Bausteinen für neue Anwendungen und in Folge ein großes Potenzial zur Kostenreduzierung.
Das Marktforschungsinstitut Berlecon Research stellte jüngst in einem Bericht fest, dass immer mehr Großunternehmen wie General Motors, Credit Suisse oder die Deutsche Post AG auf eine solche Neustrukturierung ihrer IT-Landschaft setzen. Und auch Softwarehersteller wie SAP bewerben ihre Produkte zunehmend mit dem Argument, dass sie sich gut für die Implementierung einer SOA eignen.
Hintergrund dieses Trends ist die Lösung des viel beschworenen „Integrationsdilemmas“ von gewachsenen IT-Landschaften. Die bislang meist praktizierte heterogene Schnittstellenstruktur, bei der viele Systeme direkt miteinander verbunden sind, ließ Administrations- und Implementierungskosten regelmäßig in die Höhe schnellen. Die IT-Abteilungen hatten bei der RoI-Betrachtung des öfteren Erklärungsnöte gegenüber den Controllern. „Schnittstellenhomogenisierung“ durch die Integration der verschiedenen Daten und Anwendungen gilt daher als Zauberwort. Und bei dieser Integration wiederum zahlt sich eine Service-orientierte Architektur aus. Denn immer neue Anwendungen können aus den bereits bestehenden Services der SOA zusammen gesetzt und laufende Anwendungen durch den Austausch einzelner Services erweitert und optimiert werden. „Dies funktioniert allerdings nur, wenn die einzelnen Services so flexibel und allgemein wie möglich gehalten sind“, sagt Nils Haberland, von der IT-Beratungsgesellschaft Avinci.
Schritt für Schritt zur Integration
Ein weiterer Vorteil dieses Trend-Ansatzes ist die Möglichkeit zu einer schrittweisen Migration von Strukturen, bei der Funktionalitäten und Anwendungen einzeln und in überschaubaren Projekten umgesetzt werden. Was sich als sehr nützlich erweist. „Zu oft hat man sich in der Vergangenheit an großen „Big-Bang“-Szenarios schon das Projekt-Budget verbrannt“, sagt Haberland.
In der Praxis setzen SOA-Ansätze vor allem solche Unternehmen immer häufiger um, die Kunden- oder Produktionsdaten über viele Fachabteilungen verteilt führen. Um Kunden oder Produkte möglichst in Echtzeit wieder als „Ganzes“ sehen zu können, werden die Daten über Einzeldienste zu einem Gesamtdienst mittels eine SOA zusammengeführt. So nutzt beispielsweise ein Unternehmen der Telekommunikationsbranche eine Service-orientierte Architektur für Buchungsinformationen der Dienste mehrerer Millionen Kunden.
Noch weiter fortgeschritten ist eine weltweit agierende Logistikfirma, die die konzeptionelle und technologische Basis für ein umfassendes Bild der Kunden- und Geschäftsbeziehungen über eine SOA geschaffen hat. Beide Firmen bauten bei ihren Projekten in hohem Maße auf Eigenentwicklungen und achteten darauf, sich nicht von den Produkten einzelner Herstellern abhängig zu machen – nicht zuletzt durch offene Standards und die plattformneutrale Programmiersprache Java.
Für die nahe Zukunft prognostiziert Berlecon Research den SOAs einen weiter zunehmenden Einfluss, und die Grundsteine für Service-orientierten Architekturen werden in vielen weiteren Unternehmen bereits in diesem Jahr gelegt werden.
Vorteile von SOA auf einen Blick:
- Keine Big-Bang-Szenarios durch schrittweise Einführung
- Modulare Einzeldienste und wieder verwendbare zusammengesetzte Dienste
- Einheitliche Schnittstellen
- Strukturierte Abbildung der Geschäftsobjekte in die IT
- Investitionssicherheit durch Flexibilität bei Umstrukturierungen der IT
- Anpassungsfähigkeit an die Geschäftsprozesse
Quelle: wiwo online
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| Maria Franck, |
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| Offen, lebendig, nicht ganz üblich |
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Jour Fixe Wiesbaden,
15.08.2007 |
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